25 August 2005

kulturelle Relevanz oder eher authentisch Leben

Tja, wenn ich jetzt tief theologisch wäre, oder wenigstens in eigenen Worten wiedergeben könnte was imerging church ist.... dann hätte ich vielleicht ein Recht darauf meine Gedanken zu dem Thema Relevanz und Unterschied machen als Christen zu schreiben. (denkt mein ich, dass von den vielen interlektuellen Bloggs ganz beeindruckt ist). Aber ich will in meinem Block ja meine Gedanken schreiben und ich bin eben nicht interlektuell.... also frischer Mut und los.
Wenn kulturelle Relevanz heisst, dass wir Gottesdienst in Discos machen um in der Welt zu sein um dort als Fromme derbe zu leuchten, dann geht das doch meistens in die Hose. Die aktuellste Disse der Stadt wird rausgesucht und dort wird dann der jeweilige Standardlobpreis mit der Art wie in der jeweiligen Gemeinde halt gepredigt wird performed. Kein Wunder, dass wir damit doof aussehen. Mir kommt das wie ne Mogelpackung vor. Wenn ich weggehe und feier, will ich weggehen und feiern und nicht in einen Gottesdienst, sonst würde ich in einen Gottesdienst gehen.

Gut geklugscheisst also wie dann?
Na wenn wir als Christen doch in Jesus das Leben haben und wir immer mit ihm leben, warum können dann nicht die Christen, die eh in die Disco gehen, nicht dort auch das Leben und somit den Lebensgeber feiern. Vielleicht ist das für Gott schon Gottesdienst. (siehe Freakstock 2003 und 2005 der Samstag/ abends im Koffeezelt).
Wie oft denken wir dass Gott ein extra Biotop gebaut werden muss, damit er sich bei uns wohlfühlt. Oder brauchen wir das Biotpo damit wir Gott fühlen können?
So wie Gott uns begegnet ohne dass wir uns entsündigen oder innerlich fromm verkleiden müssten, so begegnet er doch auch denen, die ihn nicht kennen. Wir waren vor ein paar Tagen nochmal am Cafe del Mar um uns den Sonnenuntergang mit ca. 2000 anderen Menschen anzutun. Als die Sonne das Meer berührte (zu einer musikalisch sehr geilen Untermalung) haben die Leute geklatscht, gejubelt und gepfiffen. Das war Anbetung für den Gott den die Meisten nicht kannten. Ich habe da gestanden und nurnoch gestaunt. Gott hat mal eben eine verschwenderische Performance gerissen ohne anschliessendem Aufruf oder ähnlichem.
Ich erlebe Jesus immermehr dort wo kein Gottesdienst ist, sondern da wo mir Jesus in Geschwistern begegnet, in Diskos, Kneipen, Sonnenuntergängen und in meiner Wohnung.
Wenn er mir so begegnet, vielleicht will er auch anderen so begnen und ich muss das Biotop nicht mitschleppen, vielleicht kann Gott sich selber vorstellen?
Ja wie denn ohne Zeugniss, Evangelisation und Predigten?
Ich weiss es nicht, habe keine Vorstellung oder Vision davon. Aber wenn ich ins Kino gehe, gehe ich ja auch als Jünger ins Kino und auch dort stehe ich nicht mitten im Film auf und halte einen Vortrag über die Liebe Gottes. Dennoch bin ich auch dort Christ.
Ich möchte nie mehr irgendwohin gehen um irgendwelche Gespräche über den Glauben mit Leuten anzuzetteln und dann die Leute in bekehrt oder nah dran auf mein Glaubenskonto zu verbuchen. (das habe ich nämlich mal gemacht).Wenn ich Leute kennenlerne dann lerne ich sie kennen wie sie sind, und sie lernen mich auch kennen, also auch mein Leben mit Jesus und wie ich das eben lebe.




Kommentare:

Ralf hat gesagt…

(In der Hoffnung, daß dies nicht als Spam rausgeworfen wird)

Franz von Assisi meinte mal: bring den Menschen das Evangelium, und wenn Gott es so will, dann mit Worten.

Sprich: zuerst Leben.

Denn wir können nicht immer wissen, was Gott will.

mesii hat gesagt…

genau und du bist nicht rausgeworfen worden als spammer
gruss mü

Morti hat gesagt…

Moin, das finde ich nen sehr geilen Post und sehe ich genauso! Klappt irgendwie auch viel besser und macht auch mehr Spaß.
Hey Süße, müssen mal wieder telefonieren!