26 September 2005

Nur so

Da habe ich gestern drei Stunden vor unserer Mühle gesessen, die sich Computer nennt und ich habe einen feinen neuen Hintergrund und weiss auch wie man Fotos in die Posts setzt. Hurra!

Ich habe in den letzten Tagen so oft geschrieben, weil sonst der Jojo oft davor sitzt und Sachen macht, oder ich auch recht müde und voller Gedanken in Sachen Arbeit war. Arbeiten macht echt Spass. Vor einigen Jahren habe ich gedacht, dass Arbeit so eine Bestrafung Gottes für den Sündenfall war. Ich habe schon manchmal lustige Vorstellungen, gut das Jesus die regelmässig mit mir entrümpelt.
Ich hatte von Samstag bis Sonntag Besuch aus Remscheid (ein Kumpel aus England hat uns erklärt das sich Remscheid wie irgendein englischer Slang anhört "Ramshit" und dann heisst es Ziegenscheisse. Die Engländer sind schon witzig.). Auf jeden Fall war es nett und ich habe mal wieder viel gelernt und gehört vom Jesus in meinem Besuch. Das ist eine Sache, die ich eh besonders mag; Jesus in anderen. Wahrscheinlich hat deshalb jeder Christus in sich, damit wir Gemeinschaft haben und nicht wie die einsamen "Christboys" und "Christgirls" in den Sonnenuntergang reiten.

25 September 2005

Himmel


Himmel. Es gibt ganz eindeutig Himmländer, Leute denen es völlig bewusst ist, dass sie in den Himmel kommen und dass es dort wunderschön sein wird.
Diese Gabe fehlt mir fast völlig. Aber wenn der Himmel wunderschön wird, wie die Himmländer sagen und der Jesus ja schon seit über 2000 Jahren an meiner Wohnung baut, dann hab ich noch einen Wunsch. Jojo soll mit mir zusammen in der himmlischen Wohnung leben. Mir ist egal ob wir dann verklärt sein werden (was ist das eigentlich, verklärt? Kommt dann der himmlische Weissmacher und alles ist entschwärzt oder entsündigt?). Mir ist auch egal ob man dann keinen Sex mehr hat, obwohl ich es mir unter all den Erdensachen, die dort nicht sind wohl öfters fehlen wird, aber Jojo soll mit. Wenn der Heiland uns hier zusammen toll findet und ein-Fleisch findet, dann bitte im Himmel erst recht. Ich rock doch nicht mit meinem besten Freund hier unten rum und dann wohnt der in Ewigkeit in einer ganz anderen Ecke (.......der Unendlichkeit?).
Also Jesus, du bist mein Freund und Jojo ist dein Freund, bitte lass uns zusammen im Hiimelland wohnen.

22 September 2005

Und was geht so ab....?

Tja, was geht so ab in meinem Leben?
Die Waage zeigt weniger an und ich bin ganz gut im Rennen, glaub ich jedenfalls. Wenn ich weiter durchziehe und auch in der Wheinachtszeit nicht übermässig auf den Kalorienputz haue, könnte ich zum "Heiligen Fescht" schlank um die Tanne tanzen.
Vielleicht nichtnur schlank, sondern auch knackig, weil ich ganz tapfer zur Arbeit und zurück radel (dafür darf ich dann auch täglich vier Pünktchen mehr futtern).
Sonst hat die Arbeit wieder angefangen und ich häng mich ziemlich rein. Nach einem Jahr habe ich das Gefühl in etwa bescheid zu wissen und nicht mehr in allem fremd und unerfahren zu sein. Ausserdem habe ich auch eine neue Gruppenleitung, die mich viel ausprobieren und eigene Ideen einbringen lässt. Ich bin schon ein spezielles Ding; wenn ich das Gefühl habe kontrolliert zu werden und merke, dass man mir nicht vertraut, ziehe ich mich zurück und mache dann fast automatisch Fehler, oder aus Angst eben garnichts. Das hatte ich eigentlich immerwieder auf die eine oder andere Art. Dieses Jahr habe ich den Eindruck, dass mir Vertrauen entgegengebracht wird und ich mitgestalten darf und schon empfinde ich Überstunden, als etwas das Spass macht und ich arbeite echt gerne.
Was ist noch anders? Ich empfinde keine grossen Diskrepanzen mehr zwischen meinem "frommen" Leben und meinem Leben in der "Welt". Das liegt bestimmt daran, dass ich mich gemeindlich nicht engagiere, aber auch daran dass ich auf der Arbeit (hier sagt man:"Im G`schäft") echt bin. Ich entschuldige mich nicht wenn es auf Jesus oder Christen zu sprechen kommt und ich habe keine Angst davor ausgelacht zu werden. Das liegt wahrscheinlich an Gott und auch daran, dass meine Vorgesetzten eine gute Meinung von Jesusfreaks haben (da arbeiten noch drei andere Freaks) und einer der Allerobersten Christ ist. Ich bin echt so froh und dankbar darüber.
Mit einer Kollegi, die in eine FEG geht treffe ich mich jetzt an einem Tag der Woche, nach Feierabend zum beten. Bis jetzt war es zweimal und es war so geil! Fast wie die Schülerbibelkreise früher:-), damals fand´ich die aber doof.

Tja und dann mache ich mir noch Gedanken ums Predigen. Ich halte mich selber für eine Predigerin (ich hab´auch ein rosa T-shirt auf dem das steht), aber ich halte nichtsmehr von der Art wie ich gepredigt habe und wie ich Predigten bei anderen erlebt. Also tue ich es nicht und bin ganz dankber dass ich auf meiner Arbeit ab und an etwas von Vorne sagen darf.
Was macht man/frau wenn Gott die Gabe gab, aber die bisherigen Möglichkeiten der Ausübung nicht mehr in Frage kommen? Mir sind so viele Sachen aufgefallen, die ich nicht gemacht habe und Sachen, die ich falsch gemacht habe. Ich habe so viel Fragen.
Will Gott dass wir uns einmal die Woche einen Vortrag anhören?
Das wären 52 Vorträge pro Jahr plus 3 zusätzliche an Freakstock plus 4 Seminare A 3 Predigten. Zusammen macht das 67 Predigten die unser Leben mit Jesus leiten und lenken sollen. Sorry, aber soviel kann ich mir nicht merken und umsetzen. Wenn ich zurückschaue, haben mich ca. 10 Predigten Maßgeblich geprägt und dazu kommten noch ca 3 pro Jahr, die mich zum Nachdenken animieren. Eigentlich müsste ich also nur 4 Predigten pro Jahr mitmachen (jetzt muss ich nurnoch die finden, durch die Gott mich prägen will).
Warum habe ich soviel in: "....man sollte, man müsste...ich finde es wichtig etc" gesprochen, wenn ich eigentlich das klare Gefühl hatte das Gott etwas konkret ansprechen wollte? Warum kommen die meisten Prdigten bei einer moralischen To-do Liste raus mit der anschliessendem Empfehlung in Seelsorge zu gehen, wenn es nicht klappt? Wo ist die befreiende Botschaft Christi?
Warum müssen Predigten rund sein und warum muss der Prediger alle Fragen und die passenden Antworten haben? Warum kommt soviel Buße und "streng dich an" rüber, wenn Gott doch Gnade und Liebe ist?
"oh, Tanja, du musst ja eine derbe böse Gemeinde haben, oder gehabt haben".
Nein habe ich nicht und was Predigten angeht waren die Gemeinden nicht schlechter, als die in der ich jetzt bin. Was ich hier schreibe entspricht meinem momentanen Bild der Gemeindelandschaften!
"Ja aber es gibt so viele inovative Arten zu Predigen. Hast du es schonmal mit Powerpoint versucht?"
Ich meine hier nicht die Arten zu predigen.....die sind meist langweilig, auch mit Powerpoint. Ich meine die Inhalte, oder den Anspruch an die Inhalte.
Soweit erstmal die Fragen, weitre brüte ich noch aus.

08 September 2005

weight watcher

Ich bin mal wieder an dem Punkt angelangt, wo ich immer lande, wenn die Waage stramm auf die achzig zu marschiert. Das ist jetzt das dritte Mal. Ich nehm ja auch ganz toll ab und ich fühl mich dann besser und mein Rücken ist dankbar und ich entdecke dann auch Muskeln, von denen ich dacht sie wären ausgewandert, aber dann kommt wieder irgendetwas dazwischen und ich muss essen!
Ich kenne mein Essverhalten, Stress und Langeweile kombiniert mit Trauer. Jedenfalls war es die letzten Male so. Beim erst mal Zunehmen hatte ich mit dem Rauchen aufgehört und da war mir immer so langweilig an den Händen und an den Gerschmacknerven und dann war ich plötzlich ganz schwer, also abnehmen und Sport.
Hat gut funktioniert aber dann starb mein Vater und wir haben `ne neue Gemeinde gesucht, alles Gewicht wieder rauf. Dann war alles soweit klar und ich hab diesmal mit meinem Mann zudsammen tapfer abgenommen, dann sind wir aber umgezogen und ich hab bei einem komplett neuen Job angefangen, also alles wieder rauf, allerdings nur bei mir, nicht bei meinem Mann :-)!

Jetzt also wieder los und die Ernährung umstellen und die Umstellung diesmal hoffentlich behalten, denn die Haut macht zehn bis fünfzehn Kilo rauf und runter auch nicht mehr so mit wie früher (gell Mädels?).
So jetzt reiss ich mich zusammen und jammer den Roger voll, weil der macht schon seit drei Monaten weighties (so nennt meine beste Freundin den Spass) und sieht schon ganz durchtrainiert und verdünnt aus. Ausserdem ist der ein Freund und lobt mich.

06 September 2005

Die Normalität der Norm

Der Mensch ist ein Herdentier und deshalb orientiert er sich an den Meinungen und Lebensweisen die er/sie so um sich sieht. Man tut Sachen oder tut sie nicht, weil andere sie tun oder eben nicht.
Aber gibt es denn noch wirklich sowas wie eine Norm? Was tut ein guter Christ oder was vermeidet man?

Was ist normal radikal in der Postmoderne?
Daggi lebt Jüngerschaft auf ihrem Hof, verbindliche Nachfolge. (Hoffentlich habe ich das richtig verstanden?)
Joscha baut Gemeinde mit seinen Freunden.
Kubik haben ein Cafe´.

Wie lebt man Ehe in der Postmoderne? Seid fruchtbar und mehret Euch; heisst das macht viele Kinder oder baut Gemeinden oder habt Gemeinschaft oder alles auf einmal?
Da hat ein Paar die Entscheidung getroffen keine eigenen Kinder zu bekommen aber vielleicht zu adoptieren.
Andere kriegen ganz viele Kinder.
Wieder andere entscheiden sich bewusst keine Kinder zu bekommen um den Kopf ganz für die Sachen frei zu haben die sie als wichtig empfinden.
Getrennte Schlafzimmer oder Einzimmerwohnung?
Sie geht arbeiten er macht sich selbständig. Er erzieht die Kinder sie studiert. Beide leben von dem was Gott ihnen gibt.

Es scheint keine Orientierungspunkte mehr zu geben, die ganz allgemeingültig sind. Da kann ich hier was lernen und dort was neu entdecken, aber es scheint fast so, als gäbe es kein Lebenskonzept, für jeden gilt oder auch nur von manchen am Stück übernommenwerden könnte.