22 September 2005

Und was geht so ab....?

Tja, was geht so ab in meinem Leben?
Die Waage zeigt weniger an und ich bin ganz gut im Rennen, glaub ich jedenfalls. Wenn ich weiter durchziehe und auch in der Wheinachtszeit nicht übermässig auf den Kalorienputz haue, könnte ich zum "Heiligen Fescht" schlank um die Tanne tanzen.
Vielleicht nichtnur schlank, sondern auch knackig, weil ich ganz tapfer zur Arbeit und zurück radel (dafür darf ich dann auch täglich vier Pünktchen mehr futtern).
Sonst hat die Arbeit wieder angefangen und ich häng mich ziemlich rein. Nach einem Jahr habe ich das Gefühl in etwa bescheid zu wissen und nicht mehr in allem fremd und unerfahren zu sein. Ausserdem habe ich auch eine neue Gruppenleitung, die mich viel ausprobieren und eigene Ideen einbringen lässt. Ich bin schon ein spezielles Ding; wenn ich das Gefühl habe kontrolliert zu werden und merke, dass man mir nicht vertraut, ziehe ich mich zurück und mache dann fast automatisch Fehler, oder aus Angst eben garnichts. Das hatte ich eigentlich immerwieder auf die eine oder andere Art. Dieses Jahr habe ich den Eindruck, dass mir Vertrauen entgegengebracht wird und ich mitgestalten darf und schon empfinde ich Überstunden, als etwas das Spass macht und ich arbeite echt gerne.
Was ist noch anders? Ich empfinde keine grossen Diskrepanzen mehr zwischen meinem "frommen" Leben und meinem Leben in der "Welt". Das liegt bestimmt daran, dass ich mich gemeindlich nicht engagiere, aber auch daran dass ich auf der Arbeit (hier sagt man:"Im G`schäft") echt bin. Ich entschuldige mich nicht wenn es auf Jesus oder Christen zu sprechen kommt und ich habe keine Angst davor ausgelacht zu werden. Das liegt wahrscheinlich an Gott und auch daran, dass meine Vorgesetzten eine gute Meinung von Jesusfreaks haben (da arbeiten noch drei andere Freaks) und einer der Allerobersten Christ ist. Ich bin echt so froh und dankbar darüber.
Mit einer Kollegi, die in eine FEG geht treffe ich mich jetzt an einem Tag der Woche, nach Feierabend zum beten. Bis jetzt war es zweimal und es war so geil! Fast wie die Schülerbibelkreise früher:-), damals fand´ich die aber doof.

Tja und dann mache ich mir noch Gedanken ums Predigen. Ich halte mich selber für eine Predigerin (ich hab´auch ein rosa T-shirt auf dem das steht), aber ich halte nichtsmehr von der Art wie ich gepredigt habe und wie ich Predigten bei anderen erlebt. Also tue ich es nicht und bin ganz dankber dass ich auf meiner Arbeit ab und an etwas von Vorne sagen darf.
Was macht man/frau wenn Gott die Gabe gab, aber die bisherigen Möglichkeiten der Ausübung nicht mehr in Frage kommen? Mir sind so viele Sachen aufgefallen, die ich nicht gemacht habe und Sachen, die ich falsch gemacht habe. Ich habe so viel Fragen.
Will Gott dass wir uns einmal die Woche einen Vortrag anhören?
Das wären 52 Vorträge pro Jahr plus 3 zusätzliche an Freakstock plus 4 Seminare A 3 Predigten. Zusammen macht das 67 Predigten die unser Leben mit Jesus leiten und lenken sollen. Sorry, aber soviel kann ich mir nicht merken und umsetzen. Wenn ich zurückschaue, haben mich ca. 10 Predigten Maßgeblich geprägt und dazu kommten noch ca 3 pro Jahr, die mich zum Nachdenken animieren. Eigentlich müsste ich also nur 4 Predigten pro Jahr mitmachen (jetzt muss ich nurnoch die finden, durch die Gott mich prägen will).
Warum habe ich soviel in: "....man sollte, man müsste...ich finde es wichtig etc" gesprochen, wenn ich eigentlich das klare Gefühl hatte das Gott etwas konkret ansprechen wollte? Warum kommen die meisten Prdigten bei einer moralischen To-do Liste raus mit der anschliessendem Empfehlung in Seelsorge zu gehen, wenn es nicht klappt? Wo ist die befreiende Botschaft Christi?
Warum müssen Predigten rund sein und warum muss der Prediger alle Fragen und die passenden Antworten haben? Warum kommt soviel Buße und "streng dich an" rüber, wenn Gott doch Gnade und Liebe ist?
"oh, Tanja, du musst ja eine derbe böse Gemeinde haben, oder gehabt haben".
Nein habe ich nicht und was Predigten angeht waren die Gemeinden nicht schlechter, als die in der ich jetzt bin. Was ich hier schreibe entspricht meinem momentanen Bild der Gemeindelandschaften!
"Ja aber es gibt so viele inovative Arten zu Predigen. Hast du es schonmal mit Powerpoint versucht?"
Ich meine hier nicht die Arten zu predigen.....die sind meist langweilig, auch mit Powerpoint. Ich meine die Inhalte, oder den Anspruch an die Inhalte.
Soweit erstmal die Fragen, weitre brüte ich noch aus.

Kommentare:

Alex hat gesagt…

nunja, gott sei dank gibt es immer noch den heiligen geist der aus uns redet, wenn wir es denn zulassen - auch bei predigten... ;)

mesii hat gesagt…

tut er das oder ist es die neuste, private Erkenntnis des Predigenden zu 80% und Reden Gottes zu 20% ???
kommt mir oft so vor, vorallem wenn Predigten sooooooooooooooo lang werden, weil der Predigende so gerne seine/ihre Stimme hört und auch dem Heiligen Geist helfen möchte.
Ich weiss, dass ich gerade sehr extrem male, aber ist jede Predigt für mich, wenn nein warum muss ich anwesend sein?

Miri hat gesagt…

Hi Mesi,
ja, ich freu mich auch, nun deinen Blog gefunden zu haben!
Ich hab auch festgestellt, dass mich in letzter Zeit echt wenige Predigten bewegt haben irgendwie :-( Dabei kann ich auch gar nicht so richtig sagen warum.
Bis Bambi!

Josha Eisenhut hat gesagt…

Vielleicht sollte man ml andersd "verkündigen" als über die Predigt...

mesii hat gesagt…

@josha
sorry wat is ml???
vielleicht bin ich ja gerade zu verfeiert, aber was ist ml??
ich komm nicht drauf?
mesii

Johannes Kleske hat gesagt…

ml = mal
“Vielleicht sollte man mal anders...”

mesii hat gesagt…

ach soooooooooooo.... hm lange Leitung :-)

mesii hat gesagt…

ach soooooooooooo.... hm lange Leitung :-)

cee hat gesagt…

es gibt predigten, die sind so richtig strukturiert und extrem gut recherchiert mit vielen passenden beispielen und theologisch besser abgesichert als die Computerdateien des CIA.
Dann gibt es Predigten, die einfach so aus dem Leben raus sind, was einem Gott grad so gesagt hat etc.
Und die sollten sich immer ein bisschen abwechseln...(-:

Mesii kommst du mal nach Bern predigen???