28 Dezember 2005

Eine Geschichte


Es war einmal, in grauer Vorzeit, da gab es in diesem Land keine Wolfsrudel mehr. In jedem Hundezwinger, egal welcher Rasse, gab es vereinzelt Wölfe, aber sie hatten kein eigenes Rudel.
Auch in Zoohandlungen, bei den Wellensittichen, Hamstern und Angorakaninchen gab es Wölfe, aber auch hier nur Einzelne und kein Rudel.
Irgendwann traute sich ein einzelner Wolf etwas nie dagewesenes zu tun. Er schuf ein eigenes Rudel, dort wo er wohnte. Dafür musste er aus dem Dackelclub in dem er Mitglied war austrete, was bei den Dackeln zu großer Verwirrung führte:"Wir hatten ihn doch fast integriert. Er lief schon auf den Ellenbogen, damit er auf unserer Größe sein konnte und er hat auch jeden tapfer angekläfft. Wenn er nur mit Wölfen zusammenhängt wird er noch wild."
Viele Wölfe schlossen sich seinem Rudel an und auch über die Reviergrenzen hinaus machte sein Vorbild Schule. Auch aus dem Zoohandlungen kamen sie und Wolfsrudel schossen wie Pilze aus dem Boden. Es gab Revierübergreifende Heultreffen und Jagdausflüge. Endlich konnten sie sein, wie man als Wolf sein muss: wild und ungezähmt. Damit kamen aber auch einige Probleme innerhalb der Rudel auf und so holten sie sich Hilfe bei den Dackeln, Golden Redrievern, Labradors Irish Settern etc..... Je nach Beraterzwinger fingen die Wölfe an zu kläffen, zu beissen, nicht mehr im Schlamm zu sulen sondern ordentlich und wohlerzogen zu sein. Sie bauten Zwinger, nach dem Vorbild der anderen Rassen und verlernten es wild und ungezähmt zu sein.

Kommentare:

Rotsch hat gesagt…

Ja nich schlecht hat was

benderhead hat gesagt…

das gefällt mir.... hmmmmmmm.... das trifft den nagel ganz schön auffen kopp... was ja nicht heisst das wölfe besser sind als dackel oder dobermänner oder so... nur halt anders...

mesii hat gesagt…

@bender
nee eben dackel und dobermänner und keine wölfe......

Trinity hat gesagt…

schönes bild! dennoch würde ich gerne hinzufügen, dass wir eine herde sind und kein rudel. hab gestern nämlich ice age geschaut und da ist mir das aufgefallen. aber ich glaube "wir sind so ziemlich die krasseste herde, die es gibt".
einen tollen start!

Achimka hat gesagt…

Ich weiß net... soll das bedeuten, wenn es Probleme gibt, dann soll man keinen um Rat fragen, der kein "Wolf" ist? Den Umstand sehe ich allerdings überhaupt nicht so. Mentoring wäre doch demnach das falscheste was man machen kann und käme dann in jedem Fall einer Verleugnung der eigenen Wurzeln gleich.

mesii hat gesagt…

@achimka
ich finde nur (um mal konkret zu werden) dass es schon recht bezeichnend ist, dass jf gemeinden in der vergangenheit öfter ihre leitung gefragt haben ob sie jetzt Vinyard werden. und ich glaube dass die hilflosigkeit des anfangs die freaks näher zu jesus und ihrer eigenen berufung gebracht, als so mancher ratschlag von leuten die sie nur in ihr system integrieren wollten.
mentoring finde ich ncht falsch, ich finde nur dass man sich mentoren suchen sollte, die verstehen was der weg ist der gott mit dem mentoranten geht und nicht mentoren, die ihren weg einfach überstülpen wollen.
"Gewöhne deinen sohn früh an den weg den er gehen soll" nicht "an den weg, den du findest, dass er sich schon immer gut gemacht hat".

Achimka hat gesagt…

Da hast du recht. Allerdings ist das ja dann eher ein Problem von den Mentos, so zu sagen. Ich habe bisher keine Leute getroffen, die sich als Mentor angeboten haben und dann nicht mal nachgefragt haben wie denn der Hase eigentlich vor Ort läuft (bis auf ein einziges Mal). Das man das fremde Konzept gleich übergestülpt bekommt, habe ich noch nicht so erlebt. Wenn man sich das allerdings dann auch gedankenlos einfach überstülpen läßt, ist man allerdings selber Schuld. Deswegen heißt es ja auch, prüfet alles, und das gute behaltet. Sicher kann man das auch in der von dir vorgeschlagenen Weise tun, daß man Gott fragt. Und ich denke das tut man ja auch, dieses Vorgehen läßt sich ja wohl nicht ersetzen, und ich erwarte auch von einem Mentor daß er einen dahingehend anleitet. Allerdings nur darauf zu bauen, und keinen Rat suchen bedeutet doch in der Regel -zig mal hinfallen und wieder aufstehen. Wenn das schon andere vor einem getan haben, muß man sich ja nicht die Knie noch einmal aufschlagen, oder?

mesii hat gesagt…

nein das habe ich auch nicht so gemeint...
allerdings denke ich, wenn die berufung einer gemeinde oder einer bewegung etwas völlig neues sein soll, dann können mentoren nur anleiten jesus zu suchen, zu prüfen und jesus-mässig zu leben. Wenn ich mir aber die gemeindelandschaft deutschland weit anschaue (und ich meine nich nur jf) dfann haben wir sehr viel abgeschrieben und weniger neu geschrieben, als wir hätten tun können.

Achimka hat gesagt…

Hm, vielleicht wäre es mal hilfreich zu wissen, welchen Aspekt du dabei eigentlich meinst. Das Mentoren dahingehend anleiten sollten, sehe ich wie du. Allerdings bedeutet das für mich auch, daß sie da konkrete Ansätze dazu liefern können. Den christlichen Glauben gibt es nunmal schon seit fast 2000 Jahren, und auf die Strecke gesehen scheint mir manchmal schon das Predigerwort zu stimmen, daß es nichts neues unter der Sonne gibt. Man kann bestenfalls vergessene Sachen wieder mehr ins Licht rücken. Aber etwas "völlig neues" zu schaffen... da wüßte ich nicht mal was das sein sollte. Vielleicht bin ich dazu nicht visionär genug. Aber ich nehme ja nicht an, daß du ein neues Evangelium an den Start bringen willst. Zum Thema Gemeindebau steht schon ganz schön viel Bindendes in den Briefen des neuen Testaments, und deswegen wird es auch schon seit Jahrhunderten befolgt und ausgelegt. Da eine völlig neue Ausprägung zu finden, entspricht nicht gerade meiner Vorstellung von Fortschritt. Nur weil es noch nie dagewesen ist, heißt es doch nicht, das es dadurch richtiger wird, oder? Bleibt lediglich noch die Ausprägung innerhalb des kulturellen Umfelds. Klar hat sich Gesellschaft und alles seit den Zeiten von Paulus geändert. Und jede Generation versucht auch in ihrer Zeit zu leben und die Leute zu ereichen die mit ihnen leben. Und wenn ich mir dahingehend die Freaks ansehe, habe ich nicht den Eindruck als hätten wir da irgendwo abgeschrieben. Was das anbetrifft ist es doch eher so, daß sich jeder in der Richtung ausspinnen kann, die ihm am Herzen liegt, ohne einen Dämpfer zu bekommen. Für ein Glied am Leib Christi - und das sind die Freaks ja hoffentlich - kann es ja wohl nicht die Intention sein, alles in erster Linie mal anders machen zu wollen, als der Rest des Körpers. So dienen wir meiner Meinung ja nicht der Gemeinschaft mit unseren Gaben und Stärken.