17 Februar 2006

Hier ein paar andere Gedanken......

Hier ein paar Ausszüge aus einer e-mail. die ich vor drei Tagen erhalten habe. natürlich habe ich die Verfasserin gefragt ob ich diese Ausszüge veröffentlichen darf.


Vielleicht liegt es echt daran, dass ich langsam älter werde. Kaum irgendwo hört man soviel von "Reich-Gottes-Bauen" wie bei Freaks und Co., aber die Frage danach, was das Reich Gottes eigentlich sein soll, wird nicht wirklich gestellt/druchdacht und mit Inhalt gefüllt. Es wird gebaut was das Zeug hält Ausschüsse, Leiterkreise Orgateams und organisiertes rundumdieUhrbeten, aber für was? Brauch Gott das? Braucht der Heilige Geist RegioLeiter? Will Jesus wirklich einen Gemeinde-Räume-Gestaltungs-Workshop?
Ich find es ja ganz nett, aber kommt das Reich Gottes durch Frauen-Treffen?

Wird man durch sowas reifer? Ich weiss es im Moment echt nicht.
Auch wenn es sich dir vielleicht zu sehr nach Jammertal anhört:
Wir dürfen nicht erwarten, im Federbett in den Himmel zu kommen. Das ist
nicht der Weg, auf dem unser Herr dorthin kam. Sein Weg führte ihn über
große Quale und viel Trübsal. Der Knecht darf nicht erwarten, es besser zu
haben als sein Meister.
Thomas Morus

>LG

10 Februar 2006

Vom gezähmt werden

Ich habe vor zwei Monaten mal geschreiben, dass hier in diesem Blog, einiges zum Thema Freundschaft auftauchen soll. Leider ist seitdem nichts mehr zu dem Thema gekommen, weil ich selber noch so viel angedachte und nie zuende gedachte Gedanken habe. Ich vermute, dass ich nie zu einem fertigen Ergebnis kommen werde und versuche also in Zukunft meine Unfertigkeiten zu diesem Thema rauszulassen.
Hier die erste Unfertigkeit:
Wir lesen in der Schule gerade "Der Kleine Prinz" mit einem Kind. Ich finde das Buch wunderschön, obwohl es mir peinlich ist, das zuzugeben. Jeder halbinterlektuelle Sozialpädagoge mit Tiegerentenjutetasche (natürlich selbstgemalt) findet den kleinen Prinzen "voll schöööön".
Jedenfalls musste ich also dieses Buch in der letzten Woche Kapitel für Kapitel laut vorlesen und kam auch an die Stelle, in der der Fuchs den kleinen Prinzen bittet ihn zu zähmen.
Ich glaube darum geht es in Freundschaften, darum gezähmt zu werden, sosehr dass es etwas ausmacht, wenn der andere fehlt. Der Wunsch sich von einem Menschen zähmen zu lassen hat nichts mit Sado-Maso und feste-auf-die-Schnauze-zu-tun, was ich meine ist, jemanden oder sogar mehrere an sich heranzulassen, auch an die schwachen Stellen. Jemanden so viel in mein Leben zu lassen, dass ich ihn oder sie sehr vermisse, wenn er oder sie weg ist, aber auch froh bin ihn oder sie kennengelernt zu haben.
Mir fällt das echt schwer. Am liebsten würde ich immer stark und heldenhaft sein, jemand der alle Probleme super alleine lösen kann, eben die tolle Powerfrau von der andere reden, wenn sie mich beschreiben. Naja vielleicht meinen sie ja die Power der Sintflutartigen Tränenergüsse, wenn ich mir und anderen erlaube meine Schwäche mal zu betrachten. Wer will schon ein Weichei zähmen. (@anonymer Stachel der Katharsis: ja ich tue mir ein bißchen selber leid und du kannst dir deinen Senf sparen).
Bevor es noch weiter in die Tiefen geht ein vorläufiges Fazit. Ich will gezähmt werden, ich wünsche mir Menschen die von mir gezähmt werden wollen. Es gibt Menschen die mich gezähmt haben, vorallem Jesus, ojo und Stephie (in stetig wechselnder Rangfolge), aber auch Roger (seine Süße Silke ist auch ganz gut darin) natürlich Barb mit ich gemeinsam ganze Legionen von Dämonen ertränken kann, Hells-Bells und und und.....aber ich will mehr, vorallem von mir. Ich will Leute reingucken lassen, wenn es mir schlecht geht und ich schwach und fiese bin und nicht erst dann, wenn ich heroisch alles bewältigt habe.

05 Februar 2006

die Welt mal ganz anders sehen, mit anderen Augen eben

Am Samstag war ich mal wieder auf der Stuttgarter Piste. Um das schon mal vorweg zu nehmen: ja ich habe einen Kater und ich hoffe das Haustier ist morgen wieder ausgezogen.
Auf jeden Fall sind wir in eine recht bekannten, gemischten Laden gegangen: das KC (Kings Club) und schwupp war ich tief drin im schwul- lesbischen Nachtleben. Ich hatte einen sehr gesprächsreichen Abend mit Maria, die vor vielen Jahren wegen der Liebe zu ihrer Freundin nach Deutschland zog und jetzt immer noch hier lebt, obwohl sie schon länger solo ist. Wir haben viel getrunken (Kaffeespezial, was mir auch als Tuntenkoks vorgestellt wurde) und noch mehr geredet. Neue Erfahrung von einer Frau atraktiv gefunden zu werden.... sehr nette Art das zu zeigen, können sich einige Jungs ne Scheibe von abschneiden.
Was so völlig anders war, es war nicht anstrengend. Vielleicht weil ich eine der wenigen nicht- Suchenden war oder weil es auch eine fremde Liga war. Das übliche Weibergedisse und Abgechecke war nicht da, vielleicht eher bei den Jungs, aber das ist nur Spekulation. Einiges war freizügiger, allerdings auch eher bei den Jungs. Vielleicht liegt es auch nicht an dem Laden, auf jeden Fall hatte ich gute Laune und alles war sehr entspannt. Als ich früher weggegangen bin, war es immer so anstrengend, was zieht man an? Ich bin eine Windmühle! Jetzt wollen wieder alle Stephies Telefonnummer! ( wenn du das liest Stephie.... da müssen wir das nächste mal hin, geiles House auf die Ohren und kein Stress und in der Nähe vom Rohbau).
Was auch noch schön war, als ich nach Hause kam, war mein Held noch wach und hat mich schön zugedeckt. Weggehen ist vorallem dann schön, wenn man seine Heimat kennt.