03 Februar 2007

.... Das Seminar (Fortsetzung von HH)

Burn-out

Definitionen

Burn-out = Erschöpfungszustand (auch Syndrom genannt) auch immer ein Erschöpfungsprozess
Ein langer schleichend einsetzender Auszehrungsprozess aller physischen, geistigen und emotionaler Resourcen. (Erst Feuer und Flamme, dann Asche und Schlacke)

Stress = engl. Belastbarkeit, Verschleiß, der Begriff kommt ursprünglich aus der Materialkunde und beschreibt die Verformbarkeit/Belastbarkeit/Materialermüdung eines Werkstoffes
  • Vollzeitkräften im Gesundheitswesen fällt es schwer, sich das einzugestehen
  • Man desensibilisiert sich oder wird desensibilisiert für die eigenen Erschöpfungszustände
  • Erhöhte Suchtgefahr, viele Ärzte wandern auch aus
  • Missverhältnis zwischen den eigenen Erwartungen und der Anerkennung im Beruf (Wer will schon als nicht belastbar gelten)
  • Krankmeldungen man kommt auch mit dem Kopf unter´m Arm zur Arbeit und erwartet das Gleiche auch von anderen Kollegen
  • Aversion gegen das Wort Burn-out, gerade von den betroffenen Kollegen
  • Können Erschöpfung oft nicht eingestehen
  • Gerade im Schichtdienst mit Arbeitswochenenden ist es unerlässlich, pro Monat mindesten vier Tage am Stück Ruhe zu haben.
  • Die eigenen körperlichen oder seelischen Beschwerden werden im Verhältnis zu den Beschwerden der zu betreuenden gesehen
  • Stresssignale werden nicht zur Kenntnis genommen
  • Das Ego sagt: Man darf nicht schwach sein.

Die Sprecherin trat vehement gegen das Vorurteil ein, Burn-out käme nur in helfenden, pflegenden, sozialen Berufen vor: “Auch Manager brennen aus, auch Fabrikarbeiter brennen aus“.

Durch den eigenen Idealismus kommt es zur Überforderung, oft ist das konzeptionell vorgegeben.
ABER
man kann lange über die eigenen Kräfte hinaus arbeiten, wenn man ein Ziel vor Augen hat. Zum Ausbrennen kommt es erst, wenn sich ein Missverhältnis zeigt zwischen Tat und Ergebnis. (Man fühlt sich wie in einem Hamsterrad)
Zum Burn-Out kommt es auch durch Unterforderung. Der Mensch braucht die Abwechslung.


Erfolglosigkeit --> Hilflosigkeit --> Hoffnungslosigkeit --> Abneigung gegen Klienten/Patienten/Schutzbefohlene

Das Konzept kann man lange so leben, auch ohne in der Arbeit nachzulassen, dann leidet oftmals das Privatleben. (Arbeit Top – Privat ein Flop)


Burn-Out ein Verb und ein Subjekt:ausgebrannt sein und ausbrennen
Das Endstadium lässt den Menschen an seinem ganzen Sein verzweifeln --> Sinnkrise--> Suicid

Burn-out ist ein schleichender Prozess, weil die Warnsignale nicht wahrgenommen werden, diese entwickeln Eigendynamiken.


Entspannungsprobleme/Physisch

  • Einschlafprobleme
  • Krank werden -->Alkoholkonsum, Fernsehkonsum
  • Unruhe
  • Nicht abschalten können

Entspannungsprobleme/Geistig
  • Grübeln
  • Sachen werden vergessen
  • Denkblockaden
  • Schwarz-weiß sehen der Arbeitsstelle
  • Keine Bereitschaft Lösungen zu sehen
  • Abstand zu mir selbst
  • Paranoide Tendenzen

Entspannungsprobleme/Emotional
  • depressiv, weinen, agitiert, hektisch
  • Fähigkeit zur Freude geht verloren
  • Beziehungen, die vorher als entspannend erlebt wurden, werden nun als nervend und belastend empfunden --> Stress emotionale Verarmung
  • Ich verliere mich selbst-->keine Wärme mehr für mich und andere (langsam verlöschendes Feuer)
Man kann einen Verschleiß nicht völlig vermeiden, aber einen finalen Burn-out verhindern, denn Stress passiert in mir.


Online-Test zum Thema:

Online-Tips zum Thema :

Ich bin gespannt wie ihr es findet ich hatte übrigens 26 Punkte und muss aufpassen, sagt der Test.