24 Oktober 2009

Krieg und Frieden

Kalt und laut. Krach. Der Bombenhagel, oft unerwartet aber alls bedrohend. Flucht in den Bunker, den sicheren Unterstand und dort das ängstliche Lauschen auf die Graten und das Fallen der Häuser.

Um mich herum, im Schutzbunker lauter Verrückte, Verängstigte, die haben Probleme. Nur ich habe wirklich alles verloren. Doch je länger die Nacht wird und wir dort im Bunker auf die Stille nach dem Kriegssturm warten, desto mehr entdecke ich: wir alle haben alles verloren, wenn wir im Bunker sitzen.

Dann das Aufmachen zur Resistance.

Ich nehme den Kampf auf und notfalls bombe ich mir den Weg, zu meinem persönlichen Frieden, frei. Tod den Unterdrückern. Jeder ist gleich; niemand ist gleicher.

Darauf die Tage und Wochen , Monate des Wiederaufbaus. Wirtschaftswunderjahre. Aus der Kriegsasche steigt der Friedensphoenix. Neue Märkte und Häfen werden entdeckt, das Leben ist ein einziger Sommer und alles scheint möglich, ist es dann auch. Und im Hintergrund singt Heinz Erhard.

Zuviel der Harmonie, der Rebell steht auf und hinterfragt die neuen Gesetzte zur friedlichen Koexistenz.

Es muss ausschweifend sein, gierig das alte vergessen machen. Nie mehr Armut auch nie mehr Völlerei. Neue Grenzen werden verhandelt. Möglichst den nächsten Krieg verhindern und dennoch Gewinn machen. Am Rande zum Krieg am Rande zum Frieden leben und weinen und jammern, weil man nirgends ganz dazu gehört.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

.....schöne worte....
aber, oder oder,nur Worte !?

T.Link/RS

Anonym hat gesagt…

PS. - Alles Gute nach Stuttgart.
Aus dem Bergischen von "Samurai".