28 März 2010

Schreibwerkstatt

Seit Anfang diesen Monats bin ich in einer Schreibwerkstatt und dem Rahme gibt es nicht nur die Hausaufgabe Texte zu schreiben, sondern auch solche zu lesen.
Die erste Hausaufgabe war die Souveräne Leserin zu lesen. In dem Buch kamen so viel Bücher vor, dass ich eine Liste der Autoren erstellt habe, die darin erwähnt werden.
Ich marschierte also mit der besagten Liste in meiner Hand in die Stadtteilbücherei des Westens und suchte und suchte und fand nicht. Kein Dickens, keine Mitford. Die im Buch genannten Helden der Weltliteratur waren entweder ausgeliehen oder nicht vorhanden.
Günther Grass hätte ich mit nach Hause nehmen können, aber da hatte ich
Vorurteile. Vor Jahren habe ich mich mal an der Blechtrommel versucht und bin über die ersten achtzig Seiten nie hinausgekommen - da war der Erziehungsfall für die Supernanny, Oskar noch nicht auf der Welt. Neulich habe ich mal den Film gesehen und unendliche Aggressionen in mir entdeckt. Ich wollte die ganze Zeit dieses Kind verprügeln.
Als Trost gab mir die Bibliothekarin meines Vertrauens Gabriel Garcia Marquez; Leben um davon zu erzählen.
Ein schönes Buch. Ein ermutigendes Buch, schreibt Marques doch über sich, dass er ein orthographischer Anarchist ist und bis heute nicht einsieht oder versteht warum manche Worte so und nicht anders geschrieben werden. Er bezeichnet sich als eine Herausforderung für alle Lektor, die gutmütig seine Skripte als Tippfehler korrigieren.
Es gibt Hoffnung für mich, jedenfalls aus orthographischer Sicht. Jetzt muss nur noch das Talentchen wachsen.


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