19 Dezember 2014

Verstopft

Ich bin schriftlich verstopft. Mehrfach verstopft.

Verstopfung Nummer eins
Nach dem NaNoWriMo habe ich den Fehler einer Pause gemacht.
Pausen sind nicht gut, jedenfalls keine Pause von über zwei Wochen.
Ich habe Texte angefangen und auf die virtuelle Halde gelegt, weil nichts gut war.
Was blogt man nach dem  NaNoWriMo?
Hallo, ich habe fünfzigtausen Wörter gepackt aber die Geschichte musste eine unverhoffte Wendung nehmen. Sie wurde eine völlig andere Geschichte und auch die macht noch keinen Sinn.
Ich müsste das Ding überarbeiten, noch mal lesen und wieder von vorne.
Und dann schweben aber schon neue Ideen in meinem Kopf und Projekte die mal lesereif werden sollen, aber nicht genug ausgereift sind, um überhaupt angefangen zu werden. 

Verstopfung Nummer zwei.
Was soll der Blog überhaupt? Er hat kein Konzept. Es geht weder nur ums schreiben wie bei den Schreibdilettanten, noch geht es um Theologie, oder um Computer.
Ich bin keine Celibrity, deren Schnupfen schon erwähnenswert wäre. Und ich habe keine niedlichen Kinder, deren süße Andekdötchen die Netzwelt bereichern könnten.
Mein leben ist zu unnormal und gleichzeitig zu gewöhnlich. Ich müsste doch ein Thema verfolgen mit dem Geschreibe hier, das tut man doch als Blogger.
Vielleicht ist es eine Blogschreiber Sinnkrise, oder die berühmte Midlifekrisis? Statt Porsche fahren und jungen Hausfreund bevögeln, überlege ich meinem Blog mehr Tiefe und Inhalt zu geben.
Ich mache aus dem Durcheinander meiner schriftlichen Gedanken einen Intellektuellen Zengarten.

Verstopfung Nummer drei

Die Frau Mama ist im Krankenhaus. Hüfte. Alle Mutter Tochter Konflikte, die in der Brigitte stehen werden ausgelebt. Von Vorwürfen über die Entfernung Stuttgart - Remscheid von der Frau Mama. Vorwürfe über Unbelehrbarkeit und Starrsinn von meiner Wenigkeit bis hin zu ständigem " ich lege jetzt  auf" wieder von der Frau Mama  und bösem Hörerauflegen von mir.
Ich schwanke zwischen ich muss zurück nach Remscheid ziehen und ich wandere aus.
Hatte Hemingway sowas? Oder Konsalik um die Ansprüche nicht zu hoch zu schrauben. Vielleicht hatten die das nicht weil sie Männer waren und Männer schlecht Mutter Tochter Konflikte haben können.
Was ist mit den Brontee Mädels, Jane Austen oder Nora Roberts? Vermutlich war/ist bei denen alles so wunderbar wattig, so schön familiär, da kann gar kein Konflikt kommen.
Und deshalb sind die nicht verstopft, wissen immer was sie schreiben wollen und es passt vom ersten Wort an.    

Alles bleibt wie es war und alles auf Anfang. Bis nächsten Freitag.

Kommentare:

die Vorgärtnerin hat gesagt…

also wenn ich das mal so sagen darf, ich komm her, weils hier kein Konzept gibt.
Weil sich hinter jeder Überschrift alles verbergen kann.
Und weil auch jeder Text jede Wendung in jede Richtung enthalten kann.
Bei dir weiß man nie so genau und das find ich gut.

preachitbaby hat gesagt…

Da gebe ich der Vorgärtnerin Recht. Ich bin auch immer gespannt, was du so schreibst und denkst. Wenn du hier aber was ändern willst, bin ich ebenso gespannt und vorfreudig :) Aber nicht aufhören ;)