07 Januar 2016

Resümee 2015 vs. Wünsche 2016

 Ein gesundes und gutes neues Jahr!

Das wünsche ich (fast) allen und mir auch.
Ich mag den Gedanken, dass der Jahreswechsel wie eine Resettaste ist. Ich drücke auf den Knopf und alles, was 2015 an Sorgen, Stress und Last war, ist weg. Alles Scheitern und Verzagen ist getilgt. Ich fange neu an.
Silvester 2014 habe ich mir ein noch krassere Jahr als zuvor gewünscht. Ich Wahnsinnige. Aber was will man von einem Menschen erwarten, der die Maßlosigkeit als „Lieblingssünde“ definiert.

Jedenfalls ist der Wunsch erfüllt worden. Ich habe noch mehr gearbeitet, noch eine Fortbildung gemacht und prompt vor lauter Überarbeitung eine Belastungsdepression gehabt. Zur Fortbildung und Nebenjob konnte ich mir jeden zweiten Monat dreißig Überstunden auszahlen lassen und zwei frühsommerliche Woche traurig zu Hause sitzen.
Wer diesen Blog verfolgt, wird feststellen: Sie heult immer wieder über ihre Selbstüberschätzung rum.

Das soll sich ändern. Für 2016 habe ich mir ein Jahr der Langmut und Genügsamkeit gewünscht. 
Ich will mal ein Jahr haben in dem ich nicht das nächste Ziel erreichen will. 2016 soll es nicht höher und schneller gehen. Vielleicht gehen gute Sachen weiter und vermutlich gehen manche Sachen zurück, weil ich sie mir in Ruhe anschauen will.
Ich möchte 2016 immer noch am NaNoWriMo teilnehmen, aber diesmal habe ich mir im November Urlaub genommen.
Laufen will ich auch, aber keinen Marathon, nicht mal einen Halben. Ich will jede Woche laufen gehen und das ein Jahr am Stück. Wenn es gut läuft, dann schaffe ich am Ende ein Stunde ohne Pause. Wenn ich das nicht schaffe, werde ich trotzdem jede Woche etwas Bewegung haben.
Ich werde wieder mehr lesen und nehme dafür den etwas längeren Weg zur Arbeit. Dann habe ich in der Bahn Zeit dafür und ich hetze nicht alle acht Minuten zum nächsten Transportmittel.
Wie gesagt ich will entschleunigen. Ich schlafe seit fünf Tagen ohne Hörbuch ein und dichte mich akustisch gegen meinen lauten Nachbarn – er telefoniert gerne Nachts und am frühen Morgen - mit Ohropax ab. Ich bin ausgeschlafener.
Ich glaube nicht, dass ich zu Multitasking fähig bin. Natürlich kann ich schreiben und How I Met Your Mother gucken, telefonieren und gleichzeitig im Internet surfen,kochen und How I met You Mother gucken, Hörbücher hören und gleichzeitig putzen. Ich brauche dann nur doppelt so lange für alles und zum Nachdenken komme ich nicht.
 Ich will mir Zeit für meine Gedanken nehemen,  auch für die gruselige und langweiligen, die ich sonst überhörbuche oder überglotze.

Als Miniherausforderungen – denn ganz ohne kann ich wohl nicht - werde 30 Tage Challenges machen, die zum Jahresvorsatz passen: Langmut und Genügsamkeit, wieder die Maßlosigkeit.
Challenge im Januar: keine Süßigkeit, Chips und Co.
Bericht folgt.

Kommentare:

preachitbaby.com hat gesagt…

Das klingt gut! Viel Erfolg dabei :)

die Vorgärtnerin hat gesagt…

ich muss ja sagen, ich hab laut gelacht, als ich deine Vorsätze las.
Aber viel Glück damit! Wer Herausforderungen nicht annimmt, wächst nicht an ihnen.
Ich wünsche dir Langmut -- vor allem mit dir selbst.

mesii hat gesagt…

Hey Frau Vorgärtnerin,

lies mal die Vorhaben vom letzten Jahr!
Das ist wirklich abgespeckt!!!