08 Januar 2017

Gute Vorsätze








 


Vorsätze sind dazu da über den Haufen geschmissen zu werden.

Sie klappen eh meist nicht. Die Meisten rauchen am 2. Januar wieder oder sie nehmen sich am ersten Januar vor das Rauchen im nächsten Jahr aufzuhören.
Fitnesscenter haben Hochkonjunktur und profitieren am meisten von den Neujahrskunden. Die Zahlen nur und nutzen die Geräte nicht ab.
Damit das eben nicht so wird gibt es Blogbeiträge, die dir sagen, was du machen musst damit die guten Vorsätze auch durchgezogen werden.
Man muss sich sagen das man es tun wird und nicht dass man etwas tun will. Kleine Ziel sollen gesteckt werden und warum will man diese oder jenes überhaupt tun beziehungsweise nicht mehr tun.
Die kleinen Belohnungen zwischendurch darf man nicht vergessen und dann braucht man Verbündete die das Gleiche wollen. Öffentlich bekannt geben sollen wir unsere Pläne und auf alle Fälle ist ein Scheitern kein Grund sich unterkriegen zu lassen, denn hinfallen ist nicht schlimm, liegenbleiben ist schlimm.
Und man kann sich für teuer Geld das Jahr vorhersagen lassen, einen Lifecoach buchen oder
sich die Aura kämmen lassen damit in 2017 alles in den richtigen Bahnen läuft.


Was wäre denn, wenn man sich mal vornimmt, dass alles exakt so bleiben soll? Das Leben und man selbst, sollen sich nicht - rein gar nicht - verändern oder verbesser, weil alles absolut perfekt ist, wie es jetzt ist!


Mal keine guten Vorsätze oder Jahresmottos, Bibelverse, Motivations-chacka-chacka-Sätze zu haben, wäre die absolute Revolution.
Denn dann widersprechen wir dem eesellschaftlichen Takt. Denn es muss immer etwas verbessert werden. Da kann man noch was optimieren und hier muss etwas aufhören. Nein jetzt ist es absolut perfekt. Genau so ist es gut. Genau so bin ich gut!

Wenn 2016 das Jahr der, emotionalen Supergau war und das Jahr der persönlichen finanziellen, politischen und  religiösen Katastrophen, dann kann ein Ziel eventuell hilfreich sein Denn dann muss es weiter gehen, weil man aus der Scheisse raus will.In diesem Fall greif dir einen Motivationssatz, bastel dir einen Spruch und such dir jede Hilfe, die du kriegen kannst, damit er Realität wird.
 Wenn 2016 die Hölle war und man weiss es wird vermutlich nicht besser in 2017, weil man immer noch Krebs hat und die verdammte Chemotherapie noch nicht beendet ist, dann braucht man ein Motto.: Durchhalten, Überleben, in der Scheiße Blumen sähen und hoffentlich ernten.


Aber für alle anderen, denen es gut geht und die ein Jahr lang nichts verbessern oder optimieren wollen gibt es hier das Motto inclusive guten Vorsätze umsonst, geklaut von den Höhnern. 


Gut so wie es ist, bitte jetzt nichts ändern

Gut so wie es ist, alles optimal 


1 Kommentar:

Frau Vorgarten hat gesagt…

Meine Aura bleibt wild und ungekämmt. Danke für die Idee!
:-*