29 August 2005

Unwort der Christenheit

Ich habe ein Unwort gewählt: vollzeitlicher Dienst.
In der leistungsorientierten Christenheit trennt dieses Wort die krassen Christen (die hundert und mehr Prozent für den Herrn geben), nämlich die im vollzeitlichen Dienst sind, von denen die nicht so krass sind und nur Ärzte oder Klemptner oder Arbeitslos oder so. Letztere sind nämlich nicht so hundertprozent unterwegs, weil sie ja in der Welt arbeiten.
Die Vollzeitler werden auch ein bisschen bewundert, weil die ja nicht auf der Arbeit gemoppt werden oder doofe Arbeitszeiten haben.
Was für ein Quatsch. Wenn ich Christ bin bin ich das immer 100 Prozent, vielleicht sieht man das nicht, oder merkt es nicht, aber ein Kind Gottes bin ich immer. Und einige haben eben die Berufung an der Christenheit zu dienen und dort zu Arbeiten und andere haben halt die Berufung anderen zu dienen und in der sogenannten Welt zu arbeiten. Da ist nichts besser oder schlechter, ruhmreicher oder lausiger vor Gott. Das ist nur in den Köpfen so, war es jedenfalls lange in meinem.


P.S. Ich weiss nicht wie man spam-comments rausbekommt. Weiss das jemand?

25 August 2005

kulturelle Relevanz oder eher authentisch Leben

Tja, wenn ich jetzt tief theologisch wäre, oder wenigstens in eigenen Worten wiedergeben könnte was imerging church ist.... dann hätte ich vielleicht ein Recht darauf meine Gedanken zu dem Thema Relevanz und Unterschied machen als Christen zu schreiben. (denkt mein ich, dass von den vielen interlektuellen Bloggs ganz beeindruckt ist). Aber ich will in meinem Block ja meine Gedanken schreiben und ich bin eben nicht interlektuell.... also frischer Mut und los.
Wenn kulturelle Relevanz heisst, dass wir Gottesdienst in Discos machen um in der Welt zu sein um dort als Fromme derbe zu leuchten, dann geht das doch meistens in die Hose. Die aktuellste Disse der Stadt wird rausgesucht und dort wird dann der jeweilige Standardlobpreis mit der Art wie in der jeweiligen Gemeinde halt gepredigt wird performed. Kein Wunder, dass wir damit doof aussehen. Mir kommt das wie ne Mogelpackung vor. Wenn ich weggehe und feier, will ich weggehen und feiern und nicht in einen Gottesdienst, sonst würde ich in einen Gottesdienst gehen.

Gut geklugscheisst also wie dann?
Na wenn wir als Christen doch in Jesus das Leben haben und wir immer mit ihm leben, warum können dann nicht die Christen, die eh in die Disco gehen, nicht dort auch das Leben und somit den Lebensgeber feiern. Vielleicht ist das für Gott schon Gottesdienst. (siehe Freakstock 2003 und 2005 der Samstag/ abends im Koffeezelt).
Wie oft denken wir dass Gott ein extra Biotop gebaut werden muss, damit er sich bei uns wohlfühlt. Oder brauchen wir das Biotpo damit wir Gott fühlen können?
So wie Gott uns begegnet ohne dass wir uns entsündigen oder innerlich fromm verkleiden müssten, so begegnet er doch auch denen, die ihn nicht kennen. Wir waren vor ein paar Tagen nochmal am Cafe del Mar um uns den Sonnenuntergang mit ca. 2000 anderen Menschen anzutun. Als die Sonne das Meer berührte (zu einer musikalisch sehr geilen Untermalung) haben die Leute geklatscht, gejubelt und gepfiffen. Das war Anbetung für den Gott den die Meisten nicht kannten. Ich habe da gestanden und nurnoch gestaunt. Gott hat mal eben eine verschwenderische Performance gerissen ohne anschliessendem Aufruf oder ähnlichem.
Ich erlebe Jesus immermehr dort wo kein Gottesdienst ist, sondern da wo mir Jesus in Geschwistern begegnet, in Diskos, Kneipen, Sonnenuntergängen und in meiner Wohnung.
Wenn er mir so begegnet, vielleicht will er auch anderen so begnen und ich muss das Biotop nicht mitschleppen, vielleicht kann Gott sich selber vorstellen?
Ja wie denn ohne Zeugniss, Evangelisation und Predigten?
Ich weiss es nicht, habe keine Vorstellung oder Vision davon. Aber wenn ich ins Kino gehe, gehe ich ja auch als Jünger ins Kino und auch dort stehe ich nicht mitten im Film auf und halte einen Vortrag über die Liebe Gottes. Dennoch bin ich auch dort Christ.
Ich möchte nie mehr irgendwohin gehen um irgendwelche Gespräche über den Glauben mit Leuten anzuzetteln und dann die Leute in bekehrt oder nah dran auf mein Glaubenskonto zu verbuchen. (das habe ich nämlich mal gemacht).Wenn ich Leute kennenlerne dann lerne ich sie kennen wie sie sind, und sie lernen mich auch kennen, also auch mein Leben mit Jesus und wie ich das eben lebe.




19 August 2005

del mar?

Hallali und Hallo,
Cafe del Mar ist nu auch nicht das, was ich mir immer darunter vorgestellt habe. Die wahre Party scheint ein Cafe weiter zu sein! Mango!, jede Menge voellig besoffene Englaender und ein Strand der an den Aschenbecher in einer geschlossenen Psychatrie erinnert machen dem Party-gedoene nicht genug abbruch. Ich wollte auf jeden Fall mitmachen. (In der Welt aber nicht von der Welt :-) ). Denker viel ueber Daggis Eintrag zum Thema Relevanz nach und was ich dazu denn denke; ist dann wohl das erste Mal in meinem Leben, dass ich lang ueber etwas nachdenke und erst dann mit dem Erguss rausruecke.
Auf jeden Fall ist der Urlaub ein ganz feines Geschenk vom Jesus.
Leider kann man keinen Urlaub von sich selbst machen. Ich war heute ganz noehlig und eigen und baehhhh. Zum Glueck sind wir so einr nette Gruppe, dass ich mich absetzen konnte und keiner das komisch fand.
Ich brauche einfach zwischendurch mich und mich und auch Jesus weil sonst bin ich zu alleine.
bis bald, hoffe ihr habt nettes Wetter
die Tankfrau

13 August 2005

Ab in den Süden

Ich verabschiede mich jatzt mal für zwölf Tage...Es geht in den Urlaub.
Morgen um zwölf fahren wir los und ich bin zu müde um Koffer zu packen...also morgen früh raus und dann alles schnell-schnell, wie wir so sind :-)!
bis dann und allen Daheimgebliebenen einen sonnigen Sommer
die Tankfrau

11 August 2005

Im Kino....

Erstmal waren wir zu spät. Das ist mir noch nie passiert, dass ich zu spät zum Film komme. Dann stirbt Bruce in den ersten zehn Minuten. Der Typ ist der Grund gewesen, warum ich in den Film wollte. Bruce Willis ölverschmiert und ein bisschen blutend; das wollte ich sehen. Was habe ich gekriegt? Bruce war nichtmal im Unterhemd und dann hat er sich auch noch erschiessen lassen. Lag wahrscheinlich am fehlenden Unterhemd.
Tobi steht im Film auf, geht raus, kommt wieder und sitzt plötzlich eine Reihe vor mir. Da hab ich erstmal vorsichtig an mir gerochen, ob ich vielleicht stinke. Das ganze war aber ein Missverständnis, er hatte sich in der Reihe vertan und als er freundlich neben sich lächelte war er erst etwas verstört, weil er das Gesicht nicht kannte. :-)
So gegen das letzt Viertel des Films schmiert die Festplatte ab (ich hab nämlich gestern gelernt, dass die Filme auf Festplatte geliefert werden). Alle warten, gehen rauche etc. Auf jeden Fall ging dann nichts meht und wir haben unser Geld wiederbekommen.
Wie war denn der Film?
Auch ohne Ausfall und verirrtem Tobi, fand ich ihn Dadaistisch (hoffe ich hab es richtig geschrieben) bis ga-ga. Sehr geil gemachte visuelle Sachen, Comic Dialoge und kein echter Held zum verlieben (klar Bruce starb ja auch schon nach zehn Minuten).
Jetzt weiss ich zwar nicht wie es ausgeht, aber da Bruce eh schon Tod ist kann ich mir das Ende auch mal erzählen lassen.

10 August 2005

Urlaub

Ich habe seid 1993 nichtmehr soviel Urlaub am Stück gehabt, Hurraaaaaaa!
Endlich habe ich mal nicht das gefühl mich schnell entspannen zu müssen, sondern richtig spielen zu können und für aslles Zeit zu haben. Soviel wie im Moment habe ich auch seid Jahren nichtmehr geschrieben, vielleicht macht Gott ja sein Versprechen wahr und ich kriege ide Gabe wieder (Hatte ich nämlich mal). Was auch immer wird ich es macht auf jeden Fall Spass.
Gleich geht es in die Spätvorstellung (Sin City) mit zwei Freunden und vorher noch fein ein Bierchen trinken....FERIEN. Ich bin so euphorisch, bald schreibe ich noch deutsche Astrid Lindgren Bücher. (Ferien i ...........) Am Sonntag geht es auch wirklich ab auf die Insel und das auchnoch vom Herrn gechenkt mit netten Leuten.
Leben ist doch nett.

ganz aufgeregt

Junge-junge ich bin ganz aufgeregt, wer wohl als erster/erste was schreibt.
Ziel der Geschichte ist auf jeden Fall meine Gedanken und Gefühle auf den Tisch zu legen und dann abwarten, was passiert.
Was einmal gedacht worden ist, kann nichtmehr zurückgenommen werden. (Die Physiker)
Was einmal geschrieben worden ist, wohl noch weniger.
Das einzige, was ich anzubieten habe ist jedenfalls ein Gedanken und vorallem Gefühlskomposium.
Ich bin weder genial, noch zielorientiert oder habe Ahnung über emerging church, Gemeindebau etc. Ich habe aber jede Menge Fragen und den Jesus lieb.
Mich interessiert das Leben in der Praxis und nicht nicht die Theorie über das Leben, wie es eventuell in der Praxis aussehen könnte, obwohl auch nett sein kann.
bis denne
firsttankgirl

es geht doch

mit hilfe der weisen vom hof endlich geschafft.
mein eigener block.
eine frau muss was eigenes haben.
der blogg als modernes jodeldiplom.
bis dann
firsttankgirl

09 August 2005

wie echt darf man sein

Ich frag mich seit einiger Zeit wie echt ich noch in der Gemeinde sein darf, nicht weil ich besonders sündig bin, ich denke ich entspreche dem Durchschnitt, sondern eher weil ich anscheinend im Moment die einzige bin, die die Unstimmigkeiten zwischen draussen (ausserhalb der Gemeinde) und drinnen (innerhalb der Gemeinde) zu stören scheint.
Vorweg:die Anfrage stelle ich nicht an eine spezielle Grupierung oder eine bestimmte Gemeinde, sondern an die Kirchenlandschaft schlechthin, allgemein und wer sich angesprochen fühlen möchte darf das gerne tun.
Wieviel Bier darf ich in der Gemeinde trinken und jetzt bitte ganz genau abstufen: wieviel Bier im Gottesdienst (nächste Abstufung: wenn ich predige oder nur teilnehme) und wieviel Bier in einer normalen Kneipe (weiter Unterscheidung: wenn Leute aus meiner Gemeinde anwesend sind, nur mit Heiden und auf dem Betriebsfest mit Chef).
Darf mein Rock überall die gleiche Länge haben oder Kürze? Wie tief darf der Ausschnitt sein um den heiligen Geist nicht zu hindern (innerhalb der Gemeinde) und wie tief muss er sein um evangelistische Gespräche zu provozieren (ausserhalb der Gemeinde)? ;-)
Was ist noch echt?
Was tue ich um ein tolles Vorbild zu sein und was von den moralisch richtigen Dingen tue ich weil Jesus es mir gersagt hat und meine Liebe zu ihm das Motiv ist?

Mir fällt jedenfalls auf das ich in der Vergangenheit viele Sachen gemacht habe:
1. weil ich gut wirken wollte (andere müssen mich bitte für geistlich halten).
2. weil ich ein gutes Vorbild sein wollte (was ja erstmal nicht schlecht ist).
3. weil ich religiös war/bin (was 1 und 2 erklären würde).

Was ist von meinem moralisch richtigem Verhalten echt? Was kommt aus der Liebe heraus? Was ist aus Vernunft? UND was ist einfach nur religiöse Scheisse?

Im Moment ist meine Lösung überall gleich zu sein (genau ich laufe jetzt mit zwei Dreiecken über den Dingern und einem 30 cm breiiten Gürtel um die Hüften, völlig besoffen und andere lustige Sachen machend durch die Städte).
Was ich eigentlich sagen will, ist dass die Frage was in der Gemeinde noch geht und was nichtmehr völlig bescheuert ist. Wie echt soll Jesus mich denn haben? Wie echt soll mich denn der Jesus in meinen Geschwistern erleben und wie echt darf der Jesusferne mich erleben?
Konkret zum Ausschnitt:
1. Wenn er Leute vom beten oder Lobpreisen oder Predigtzuhören abhält dann frag ich mich ob diese Leute mit Scheuklappen durch die Lande rennen, noch nie im Kino waren, ihren Fernseher verbrannt haben und nur zwischen 6Uhr und 7Uhr morgends in die Stadt gehen um ihre Erledigungen zu tätigen. Leute das ist das Leben!!! Wir schreiben das Jahr 2005 und nicht 1905!
Es gibt Frauen die wenig anhaben, guck woanders hin, du hast das Problem und nicht die.
Hab ich tiefe Auschnitte an? Nein, eher nicht.

Konkret zum Alkohol:
Ich mag es einfach nicht, wenn ich den Eindruck habe, das Leute ein Doppelleben führen. Wer wieviel oder wiewenig trinkt ist mir schnurz, es sollte nur das Leben wiederspiegeln, was man auch führt.
Nix trinken wegen "schwachen Geschwistern" finde ich sogar cool, wenn es von Herzen kommt un für Jesus ist.
In diesem Sinne
get real
firsttangirl