Da ist dieses Schamding. Das Gefühl, dass ich mich für für die Monster entschuldigen muss, dafür dass ich daher komme und dafür, dass ich damit genetisch verknüpft bin und dass ich nicht so bin. Andere Leute - die meisten anderen Leute - kennen keine Monster. Diese Menschen können sich nur schwer vorstellen, dass Monsternester in Reihenhaussiedlungen und Tennisclubs existieren. Sie haben über Monster gelesen oder Filme über Monster gesehen aber die Monster waren weit weg. Diese Menschen kommen aus einem Umfeld, dass Monsterfei ist. Wenn ich dann über das eine Toxmonster und ihren Gefährten rede, sehe ich diese großen Augen. Die Monster, dass es die wirklich wirklich gibt, das kommt näher. Natürlich wissen sie, dass es überall Monster gibt aber dennoch scheine ich oft die erste Person zu sein, die so wirklich nicht aus dem deutschen Trailerpark kommt und dennoch mit solchen Monstern leben musste. Das ist dann peinlich weil, weil dann die Scham kommt, weil ich weiß, dass das nich...
Ich vermisse meine alten Kollegen- teilweise, ich mag meine neuen Kollegen – auch teilweise. Manchmal fehlen mir die Gerüche von Blut und was man sonst noch so bei Pflegeempfänger*innen auf einer Intensivstation findet. Mir fehlt das Piepen, Tuten und schlürfen der Geräte, die Melodien der Beatmungs-Alarme. Mir fehlt die Stimmung in der Nachtwache…. diese Zeit zwischen 3 und 4 Uhr, wo man sich gegenseitig Dinge erzählt, die man sonst nur leicht angesäuselt preisgibt. Mir fehlen die Patient*innen und die Teamarbeit mit allen Professionen. Aber zurück will ich nicht. Das Neue ist anders aber auch spannend und aufregend. Ich mag meine neue Arbeit. Ich mag es mit so vielen verschiedenen Abteilungen zu reden, Dinge zusammenzubringen, „Synergien zu nutzen“, neue Ideen zu haben. Viele verschiedenen Sachen zu ersten Mal zu machen und festzustellen, dass ich nicht dumm bin, dass sich das Studium wirklich gelohnt hat. Ich lerne jeden Tag so viel Neues und ich d...
Der gute Vorsatz für November war, jeden Tag etwas Kreatives zu posten. Well, Pustekuchen. Aber ich war kreativ, kreativer als in den letzten drei Jahren und, bis auf ein paar kurze kreative Ausbrüche, wenn ich das überhaupt so nennen kann, kreativer als in den letzten zehn Jahren. Von einer Frau, die sich mit 12 oder 13 vornahm, wie Susanne E. Hinton zu werden („Als ich aus dem Kinodunkel in den Sonnenschein trat, hatte ich nur zwei Dinge im Kopf…“), war mir schon eine Weile klar, dass ich das nicht schaffen werde. Zum ersten Mal mit 15 und zum bisher letzten Mal heute, mit 52 Jahren. Hinton schrieb ihren ersten Roman „Die Outsider“ mit 14. Jetzt kann ich mir noch Idole suchen, die viel älter als ich sind, damit ich sie noch einhole oder wenigstens soweit komme wie sie. Der erste Roman mit 80, 90, whatever. Mal wieder fing es an mit dem Buch von Cameron. In der schlimmsten Rückencrash und Psyche crasht hinterher Phase fiel mir das Buch wieder in die Hände....
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